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Hochzeitsplanung – wie funktioniert das?

Heute möchte ich euch in diesem Beitrag ein wenig über meine Arbeit als Hochzeitsplaner erzählen. Sehr viele haben jetzt bestimmt das Bild von Jennifer Lopez im Film „Weddingplaner“ im Kopf, wie sie mit einem Headset im Ohr die Angestellten der Location hin und her scheucht und Anweisung in ihr Headset spricht. An dieser Stelle muss ich euch enttäuschen, denn so ist es – zumindest bei mir – nicht.

Die Hochzeitsplanung besteht zum größten Teil aus Büroarbeit. Ich stecke circa 150 Stunden in eine Hochzeit (natürlich ohne die Fahrtzeit, die ich dafür aufwende!). Viele stellen sich den Beruf der Hochzeitsplanerin als den Romantischsten der Welt vor, doch die nüchterne Wahrheit ist, dass es ein sehr fordernder Job ist wo man auch mal ein sogenanntes „dickes Fell“ haben muss. Meiner Meinung nach sollte man – soweit dies möglich ist – immer voraus Denken. Es sollte zumindest einmal über alle Eventualitäten nachgedacht werden, die schief gehen könnten um einen Plan B im Notfall zu haben.

Natürlich geht dass nicht immer und auch wenn man einen Plan B hat, kann es sein, dass sich dieser nicht mehr mit eurem Budget vereinbaren lässt, somit man einen Plan C entwickeln muss. Ein Beispiel hatte ich gerade noch bei meinem letzten Brautpaar, dass ich unterstützen durfte. Die Braut wünschte sich quasi in letzter Sekunde eine Trauung im Freien. Zum Glück gab die Location das her, somit war dass kein Problem. Was aber zum Problem hätte werden können, wäre das Wetter. Niemand kann es beeinflussen.

Wir haben einen Blick auf das verbliebene Budget geworfen und festgestellt, dass es für ein Zelt nicht mehr ausreicht. Also was tun? Es gab noch einen Biergarten, doch der war so klein dass man niemals die Anzahl der Gäste auf Stühlen hätte unterbringen können (stehend kein Thema – sitzend keine Chance). Für die Zeit der Trauzeremonie konnten wir die Gäste schließlich ja nicht stehen lassen! Zum Glück war das Servicepersonal sehr flexibel, sodass die Lösung sich so gestaltete, dass wir im Fall von Regen den Raum wo gefeiert werden sollte kurzfristig umbauen. Heißt: Tische vorsichtig an die Seite stellen, um Platz für die Stuhlreihen für die Trauzeremonie zu schaffen. Die Gäste zum Empfang in den Biergarten schicken, sodaß in dieser Zeit die Tische wieder an ihren Platz gerückt und die Stühle davor gestellt werden konnten. Der Plan B stand…..und wurde zum Glück nicht gebraucht da wir sehr schönes Wetter hatten.

Mein Job beginnt damit, dass ich die passende Location für das Brautpaar suche. Was manchmal gar nicht so einfach ist, denn daran sind bestimmte Bedingungen geknüpft wie zum Beispiel in Nähe zum Wohnort, es müssen ausreichend Parkplätze vorhanden sein, es muss evtl. Behinderten- gerecht sein oder einen extra Raum für Kinder oder stillende Mütter haben oder oder oder. Ich könnte hier noch so einiges schreiben. Wenn die Location gebucht ist, geht es damit weiter dass wir uns Gedanken um das Konzept machen. Es werden wochenlang Ideen gesammelt. Mit Ideen sammeln meine ich natürlich nicht nur ausgefallene Dinge im Internet suchen, sondern natürlich auch Ideen, wie zum Beispiel der Brautstrauß oder die Tischdekoration aussehen soll.

Weiter geht es dann mit dem Kauf des Brautkleides, denn hier solltet ihr die Lieferzeit und die Zeit für eventuelle Änderungen eures Traumkleides beachten. Daher rate ich immer dazu mindestens ein halbes Jahr vor der Trauung ein Kleid gefunden zu haben. Im Anschluss daran sollten dann auch die Einladungen rausgeschickt werden. Dann kehrt wieder ein wenig Ruhe ein (natürlich nicht für mich, denn ich begleite ja nicht nur ein Brautpaar). Drei Monate vor der Trauung gehe ich dann her und suche euch die Dienstleister wie Fotografen, Visagisten, Schnellzeichner oder ähnliches und und und.

Zwei Wochen vor der Hochzeit solltet ihr euch dann Gedanken um den Sitzplan machen. Ihr solltet ja nun alle Antworten eurer Gäste erhalten haben! Ich erstelle gleichzeitig einen Ablaufplan für euren „großen Tag“ und leite diesen an alle Dienstleister weiter. Am Tag eurer Trauung bin ich natürlich (zumindest bis nach der Trauung) vor Ort und dekoriere bzw. organisiere alles. Ihr müsst euch also um nichts mehr kümmern.

Das ist selbstverständlich nur ein kleiner Einblick über die Arbeit die ich für euch leisten würde. Und natürlich bin ich so flexibel, dass ihr quasi das Rundum-Sorglos-Paket buchen könnt oder aber auch nur Teile daraus. Ganz wie ihr es wünscht und braucht.


23. Juni 2017 | Kategorie: Dies & Das
 

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